31/8 Podiumsgespräch „China – Aufbruch in Wirtschaft und Kunst“, 5. September, 19.30, im Kunstmuseum BernPodiumsgespräch „China – Aufbruch in Wirtschaft und Kunst“
im Rahmen der Ausstellung Mahjong - Chinesische Gegenwartskunst aus der Sammlung Sigg
Am 5. September veranstaltet das Kunstmuseum Bern und die Credit Suisse ein öffentliches Podiumsgespräch mit hochkarätigen Vertretern aus Wirtschaft, Presse und Kunst. Das Thema "China - Aufbruch in Wirtschaft und Kunst" statt, das von der Credit Suisse initiiert und unterstützt wird. Moderiert wird das Gespräch von Peter Achten, Asienkorrespondent des SF DRS und Chefredaktor des Wirtschaftsmagazins „China International Business“. Es diskutieren Hans-Ulrich Doerig, Vizepräsident des Verwaltungsrates der Credit Suisse Group, Uli Sigg, Sammler Chinesischer Gegenwartskunst und Samuel Herzog, Kunstredaktor bei der NZZ.
Die Ausstellung Mahjong, die den Trend der allgemeinen China-Euphorie aufnimmt und reflektiert, konfrontiert den Besucher mit Fragen, die im Podiumsgespräch erörtert werden. Initiiert von der Credit Suisse, dem Hauptsponsor des Kunstmuseums, soll das Podiumsgespräch einen Beitrag leisten, der die Ausstellung ergänzt und übergeordnete Zusammenhänge aufzeigt.
Für Dr. Hans-Ulrich Doerig, Vizepräsident des Verwaltungsrates der Credit Suisse Group und Podiumsteilnehmer, ist das moderne China nicht einfach ein interessanter Fall der Wirtschaft. „Ich bin überzeugt, dass wir zunehmend Zeugen eines historischen Ereignisses dramatischen Ausmasses werden – mit entsprechenden Konsequenzen für die Welt.“
Peter Achten, der in Peking lebt und arbeitet, wird Fragen nachgehen, die den ideologischen Kontext chinesischer Prägung zwischen Sozialismus und Kapitalismus verständlich machen. Weitere Diskussionsthemen sind: Wirtschaftsreform und Ideologie, Kunst und Informationsmonopol der Kommunistischen Partei Chinas, Stellenwert der chinesischen Gegenwartskunst in China sowie im inter-nationalen Kontext …
Auch dieser Anlass zeigt, dass die Zusammenarbeit zwischen dem Kunstmuseum Bern und der Credit Suisse über ein klassisches Sponsoring-Engagement hinausgeht – es ist eine Partnerschaft, die für Kunstinteressierte und die Öffentlichkeit einen direkten Mehrwert schafft.
Montag, 5. September, im Kunstmuseum Bern
19h30 bis 21h, anschliessend Apéro
Abendkasse ab 19h; CHF 14.-/ermässigt CHF10.-/Dauerkarte Mahjong/mit Presseausweis gratis
Anmeldung Presse bis MO 5.9., 12h für reservierte Plätze
Kontakt/Anmeldung:
Presse + Kommunikation, Ruth Gilgen,
ruth.gilgen@kmb.unibe.ch
Tel. 031 328 09 19
www.kunstmuseumbern.ch 26/8 Podiumsdiskussion MP3 Teil2|
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18:21 |
26/8 Podiumsdiskussion als MP3|
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16:53 |
24/8 Umstrittenes Kunstwerk auf dem Prüfstand|
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17:41 |
An der Podiumsdiskussion zu den „Grenzen des Darstellbaren“ im Kunstmuseum Bern waren sich die Podiumsexperten aus Ethik, Philosophie, Theologie, Recht, Sinologie und Kunst am Schluss überraschend einig, dass das umstrittene Werk Ruan wieder ausgestellt werden soll. Die Museumsleitung wird nach der Auswertung der Diskussion und weiteren Gesprächen mit dem Stiftungsrat, mit dem Sammler aber auch mit der Polizei bezüglich den Sicherheitsrisiken festlegen, ob und wie das Werk wieder in die Ausstellung integriert werden kann. Der Anlass stiess auf grosses Interesse und wurde von zirka 300 Personen mitverfolgt.
Die Podiumsdiskussion, moderiert von Gabriela Christen (Schweizer Radio DRS2) stellte die Frage nach den Grenzen des Darstellbaren. Einleitend informierte Gastgeber und Matthias Frehner, Direktor des Kunstmuseums Bern, dass die Klage von Adrien de Riedmatten im Punkt des Einzugs des Kunstwerks wegen „Gewaltdarstellung“, „Störung des Totenfriedens“ und „Verstosses gegen das Tierschutzgesetz“ in der Zwischenzeit vom Untersuchungsrichteramt zurückgewiesen wurde. Der Kläger Adrien de Riedmatten, der eingeladen war, seinen Standpunkt zu vertreten, bemängelte die Zusammensetzung des Podiums zur Beantwortung seiner Fragen zur Herkunft des für das Kunstwerk verwendeten Foetus. Zum Einstieg in die Diskussion zeigte Bernhard Fibicher, Kurator der Ausstellung, in 8 Bildern Präzedenzfälle der Kunstgeschichte seit dem 15. Jahrhundert bis heute.
Die Podiumsteilnehmerinnen Miriam Cahn (Künstlerin), Ursula Pia Jauch (Philosophin), Irene Neubauer (Theologin), Andrea Riemenschnitter (Sinologin) sowie die Teilnehmer Beat Sitter-Liver (Ethiker), Peter Studer (Jurist) und Matthias Frehner (Kunsthistoriker und Direktor) stellten ihre Sicht auf das Werk aus ihrem Bereich differenziert und kontrovers dar. In der Schlussrunde waren sie sich unerwartet aber nuanciert einig, dass das Werk in die Ausstellung gehöre, allerdings in einem Rahmen, der die Sensibilität der Ausstellungsbesucher respektiere. Die abschliessende Plenumsdiskussion unterstützte mehrheitlich die Meinung des Podiums.
Direktor Matthias Frehner sagte zur Frage, ob und wie das Werk Ruan wieder in der Ausstellung zu sehen sei, dass dazu die nötigen Abklärungen im Zusammenhang der vom Sammler Uli Sigg geforderten Abklärungen von Museumsleitung und Stiftungsrat über die Sicherheitsrisiken nötig seien.
Ein Entscheid ist in den nächsten Tagen zu erwarten. 24/8 Einführungstext zur Podiumsdiskussion von Direktor Matthias Frehner|
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17:40 |
Die Installation „Ruan“ von Xiao Yu, entstanden 1999, wurde an der 49. Biennale von Venedig 2001 erstmals gezeigt. Im Katalog findet sich eine ganzseitige Abbildung des „fertigen“ Zwitterwesens Ruan. Dessen frühere Entwicklungsstadien werden so gezeigt, als wären sie wissenschaftliche Präparate in einem Naturhistorischen Museum. Das Bild im Katalog gibt nicht die ganze Installation wieder, sondern lediglich das „fertige“ Wesen im sechsten Behälter: Kommentiert ist das Bild: „“Ruan, 1999, Holograph of installation“. Im Katalogtext wird das Werk von Monica Dematté eingehend interpretiert. Sie beschreibt auch die Teile des im letzten Gefäss gezeigten Wesens: „Among the ‘ingredients’ of an exemplar of Ruan, we discover with horror the artist has used a premature foetus’s head, a rabbit, a cat, a rat, an even condoms for eyes“. Gemäss der Erklärung des Künstlers zeigt er in sechs Gefässen, wie sie für wissenschaftliche Präparate benutzt werden, Entwicklungsstadien des Lebewesens „Ruan“. Ruan sei ein säugetierähnliches Wesen, das sich in der Zeit der Dinosaurier entwickelt habe, das aber nicht wie diese ausgestorben sei. Dieses Tier hat der Künstler mythologischen Schilderungen der chinesischen Literatur entnommen, wo es als legendäres Monster, das gute von bösen Menschen unterscheidet und die letzteren zerstört, beschrieben wird. Da das Wesen als wissenschaftliches Präparat – und nicht etwa als Versteinerung – gezeigt wird, ist es so präsent, als wäre es soeben gestorben. Es könnte sich somit auch um ein in heutigen Labors durch Genmanipulation künstlich erzeugtes Geschöpf handeln. Einerseits erinnert das künstliche Präparat an die Kuriositätenkabinette und Wunderkammern der Renaissance und des Barock, andrerseits an Exponate wie sie auch heute noch in naturwissenschaftlichen Museen zu sehen sind. Im Text verweist Monica Dematté deshalb darauf, dass der Künstler bewusst auf diese Traditionen Bezug nimmt, in denen solche Objekte selbst oder ihre künstlichen Abbilder ausgestellt seien.
22/8 Débat Public: Les limites du représentableLe Musée des Beaux-Arts de Berne invite à un débat public sur « les limites du représentable », lundi 22 août à 19h30. A l’origine de ce débat, la plainte déposée par Adrien de Riedmatten contre le Musée des Beaux-Arts à propos de « Ruan », une œuvre de l’artiste chinois Xiao Yu, que l’on pouvait voir à l’exposition « Mahjong, art contemporain chinois de la collection Sigg ». A la suite de menaces, cette oeuvre a été provisoirement retirée de l’exposition pour des raisons de sécurité.
La manifestation abordera la question des limites du représentable et fera état à cet égard de différents points de vue. La table ronde, animée par Gabriela Christen, rédactrice à la radio suisse alémanique DRS2, réunira les personnalités suivantes qui mettront en discussion leur manière de voir :
- Miriam Cahn, artiste
- Matthias Frehner, historien d’art, directeur du Musée des Beaux-Arts de Berne
- Ursula Pia Jauch, professeur titulaire de philosophie et histoire de la culture à l’Université de Zurich
- Irene Neubauer, théologienne et spécialiste en science des religions, rédactrice à la revue « Wendekreis »
- Andrea Riemenschnitter, sinologue, professeur au séminaire de l’Extrême-Orient de l’Université de Zurich
- Beat Sitter-Liver, professeur de philosophie pratique à l’Université de Fribourg, membre de la commission fédérale d’éthique pour la biotechnologie
- Peter Studer, juriste, ancien rédacteur en chef à la télévision suisse ainsi qu’au Tages-Anzeiger, président du Conseil suisse de la presse.
En introduction à la table ronde, Bernhard Fibicher, curateur de l’exposition, exposera quelques précédents dans l’histoire de l’art. Adrien de Riedmatten, contre lequel le Musée de Beaux-Arts a déposé maintenant une plainte pour diffamation, est aussi invité à présenter brièvement son point de vue. L’assistance sera prise en compte dans la discussion.
Table ronde « Les limites du représentable »,
au Musée des Beaux-Arts de Berne, Hodlerstrasse 8-12,
lundi 22 août 2005, à 19h30
La manifestation est publique et gratuite.
Ouverture des portes à 19h, table ronde de 19h30 à env. 21h30. 22/8 Einladung zur Podiumsdiskussion im Kunstmuseum Bern|
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14:09 |
Das Kunstmuseum Bern lädt am Montag, 22. August um 19h30 zur öffentlichen Debatte über „die Grenzen des Darstellbaren“ ein. Der Auslöser dazu ist die Strafanzeige von Adrien de Riedmatten gegen das Kunstmuseum wegen des Werks „Ruan“ des chinesischen Künstlers Xiao Yu, das in der Ausstellung „Mahjong, Chinesische Gegenwartskunst aus der Sammlung Sigg“ zu sehen war und nach mehrfachen Drohungen aus Sicherheitsgründen vorübergehend aus der Ausstellung entfernt wurde.
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Xiao Yu, Ruan, 1999, Installation mit 6 Glasgefässen, Dimensionen variabel, Sammlung Sigg |
Der Anlass soll die Fragen nach den Grenzen des Darstellbaren stellen und dabei verschiedene Standpunkte aufzeigen. Unter der Moderation von Gabriela Christen, Redaktorin, Schweizer Radio DRS2 werden folgende Persönlichkeiten ihre Sichtweise darlegen und zur Diskussion stellen:
- Miriam Cahn, Künstlerin
- Matthias Frehner, Kunsthistoriker, Direktor des Kunstmuseums Bern
- Ursula Pia Jauch, Titularprofessorin für Philosophie und Kulturgeschichte an der Universität Zürich
- Irene Neubauer, Theologin und Religionswissenschaftlerin, Redaktorin bei der Zeitschrift „Wendekreis“
- Andrea Riemenschnitter, Sinologin, Professorin am Ostasiatischen Seminar der Universität Zürich
- Beat Sitter-Liver, Professor für praktische Philosophie an der Universität Freiburg, Mitglied der Eidg. Ethikkommission für Biotechnologie
- Peter Studer, Jurist, ehem. Chefredaktor des Schweizer Fernsehens sowie des „Tages-Anzeigers“, Präsident des Schweizer Presserates
Als Einleitung zum Podium wird der Kurator der Ausstellung, Dr. Bernhard Fibicher, einige „Präzedenzfälle“ aus der Kunstgeschichte vorstellen. Auch der Kläger, Adrien de Riedmatten, gegen den das Kunstmuseum nun eine Strafanzeige wegen übler Nachrede eingereicht hat, ist eingeladen seine Sicht kurz zu präsentieren. Der Diskussion im Plenum wird Rechnung getragen.
Podiumsdiskussion „ Die Grenzen des Darstellbaren“
im Kunstmuseum Bern, Hodlerstrasse 8-12
am Montag 22. August 2005, um 19h30
Karte
Der Anlass ist öffentlich und gratis.
Die Türöffnung findet um 19h statt, die Podiumsdiskussion um 19h30 bis ca. 21h30. | |