12/10  Performance Zhao Bandi, 15. Oktober, 19h30, Bundesplatz

Kategorie: Presse    Von Redaktion um 18:32
BANDI

Ablauf der Performance
TOO IMPATIENT TO WAIT
The 2008 Olympic Games in Beijing will open already on October 15, 2005 in Bern, Switzerland.
Datum: 15. Oktober 2005
Ort: Bundesplatz – Kramgasse – Marktgasse – Gerechtigkeitsgasse –
Nydeggbrücke – Aargauerstalden – Stade-de-Suisse.

Beginn: 19h30 Bundesplatz
19h15 Stade-de-Suisse
Ende: 20h30 Stade-de-Suisse

Anmelden: Kunstmuseum Bern, Hodlerstrasse 8-12, 3000 Bern 031 328 09 44

Pressemitteilung (PDF)



04/10  Pressekonferenz Performance Zhao Bandi

Kategorie: Presse    Von Redaktion um 16:24
TOO IMPATIENT TO WAIT
The 2008 Olympic Games in Beijing will open already on October 15, 2005 in Bern


Photo: Zhao Bandi unterwegs mit den Olympischen Feuer

in Anwesenheit des Künstlers Zhao Bandi und seines Assistenten Fang Fang
Präsentation der Performance: Botschaft, Ablauf, Mitwirkende, insbesondere Rolle der Volontäre, Dokumentation

Datum: Mittwoch, 12. Oktober 2005, 11h
Ort: Waisenhausplatz alias "Tiananmen-Platz" (vis-à-vis Meret Oppenheim-Brunnen)
Parking: Metro

Flyer zur Performance und Künstler (PDF)

Die Pressemitteilung erhalten Sie am Montag, 10. Oktober 2005 - wir sind Ihnen für eine Anmeldung sehr verbunden.
Weitere Informationen erhalten Sie von Betty Stocker, 031 328 09 44.



27/9  Entscheid betreffend Anzeige gegen das Kunstmuseum Bern

Kategorie: Presse    Von Redaktion um 16:10
Stellungnahme des Kunstmuseums Bern

Die Geschäftsleitung und der Stiftungsrat des Kunstmuseums Bern nehmen mit Genugtuung Kenntnis vom Entscheid des Untersuchungsrichteramtes III und der Staatsanwaltschaft III Bern-Mittelland bezüglich der Strafanzeige von Herrn de Riedmatten. Die Strafverfolgungsbehörde ist auf die Anzeige wegen Gewaltdarstellung, Störung des Totenfriedens und Verstosses gegen das Tierschutzgesetz des Kunstwerks „Ruan“ in der Ausstellung Mahjong nicht eingetreten, da in allen Tatbeständen keine strafbaren Handlungen begangen worden sind.
Verfahrensrechtlich besteht kein direkter Zusammenhang mit der vom Kunstmuseum erstatteten Anzeige wegen übler Nachrede gegen Herrn de Riedmatten.

Auszüge aus der Begründung:
Zu Gewaltdarstellung (Art. 135 StGB):
„Nicht tatbestandsmässig sind Gewaltdarstellungen mit einem schutzwürdigen kulturellen oder wissenschaftlichen Wert. Eines kulturellen Wertes entbehren Darstellungen, die sich im wesentlichen darin erschöpfen, Grausamkeiten bloss zur Unterhaltung oder Belustigung darzubieten. Dokumentarische oder künstlerische Werke hingegen führen Grausamkeiten vor Augen, um die Folgen individueller oder kollektiver Gewalt exemplarisch zu illustrieren und das kritische Bewusstsein für deren Verwerflichkeit zu wecken oder zu schärfen. Entscheidend ist die künstlerische Intention, nicht die künstlerische Qualität. Die Beurteilung muss nach den Kriterien der Fachwelt erfolgen, nicht nach der Wirkung auf Laien.“
„Das Werk wurde im Jahre 2001 an einer der renommiertesten Veranstaltungen für zeitgenössische Kunst, der Biennale in Venedig, gezeigt und ist zur Zeit im Kunstmuseum Bern ausgestellt. Unter diesen Umständen kann nicht davon ausgegangen werden, dass es sich um eine Darstellung handelt, welche klarerweise keinen künstlerischen Wert hat, und nur solche sind nach der Intention des Gesetzgebers tatbestandsmässig.“

Zu Tierquälerei:
„Jegliche Handlungen, welche zum Tod der Möwe geführt haben, sind in China begangen worden und unterliegen deshalb nicht der Gerichtsbarkeit der Schweizerischen Strafjustiz.“

Zu Störung des Totenfriedens:
„Das Abtennen des Kopfes des Fötus (…) und das Annähen des Kopfes an den Hinterteil der Möwe (…) sind in China begangen worden und fallen somit nicht in die Zuständigkeit der Schweizerischen Strafjustiz.
Eine Bestrafung des Sammlers oder der Verantwortlichen des Kunstmuseums wegen Gehilfenschaft oder Anstiftung zu möglicherweise tatbestandsmässigen Handlungen des Künstlers fällt deshalb ausser Betracht, weil es sich bei der Installation „Ruan“ nicht um ein Auftragswerk handelt, sondern diese erst nach Fertigstellung erworben, bzw. ausgestellt wurde.“

„Das Ausstellen von „Ruan“ stellt keine Beschimpfung dar. Die Beschimpfung müsste sich nach der Intention des Täters gegen eine bestimmte Person richten und dieser gegenüber Missachtung ausdrücken. Durch das Ausstellen der Installation wird keine negative Wertäusserung über die Person des Fötus vorgenommen und somit auch dessen Pietätsgefühl nicht verletzt. Die Verletzung möglicher Pietätsgefühle von Besuchern der Ausstellung genügt für die Erfüllung der Tatbestände (…) nicht.“
Pressemitteilung als PDF



16/9  Sternstunde: China jetzt - Chinas Gegenwartskunst und ihr Schweizer Sammler

Kategorie: Presse    Von Redaktion um 19:18
SF1 "Sternstunde" - Sonntag, 18. September 2005, 12h
3sat - Dienstag, 1. November 2005, 17h50

China jetzt - Chinas Gegenwartskunst und ihr Schweizer Sammler
Eine Reise durch die Kunstszene von Peking mit dem Unternehmer und Kunstsammler Uli Sigg.
Ein Blick - über die Kunst - auf eine Gesellschaft im Umbruch.

Film von Beat Häner
Kamera: Andrea Cavazutti
Schnitt: Heidi Hiltebrand
Redaktion: Marco Meier, Marion Bornschier

***

Im Kunstmuseum: Sonntag, 18. September, 11h - 17h
Mahjong-Spieltag


Das DracheNäscht Team aus Bern gibt zu jeder vollen Stunde eine Einleitung in das chinesische Brettspiel Mah-Jongg. Es hat, bis auf die verwendeten Symbole und Motive, nichts mit dem heutzutage bekannten gleichnamigen Computerspiel zu tun, in dem es darum geht, eine Pyramide aus Spielziegeln paarweise abzutragen. Das "richtige", traditionelle Mah-Jongg wird von vier Spielern mit Spielziegeln aus Bambus/Bein oder Kunststoff an einem - vorzugsweise runden oder quadratischen - Tisch gespielt.

Mah-Jongg gehört zur asiatischen, insbesondere chinesischen Alltagskultur wie Essstäbchen und Reis. Den Chinesen wird nachgesagt, egal, was sie vorhätten, es verflüchtige sich, sobald sie etwas von Mah-Jongg hörten – dann setzten sie sich eilends hin, um zu spielen. Mah-Jongg ist schön anzuschauen, die Spielsteine sind angenehm anzufassen, die Regeln relativ leicht zu erlernen. Der Spielverlauf ist spannend und abwechslungsreich, das Verhältnis von Spieltaktik und Glück ausgewogen – kurz, es macht einfach großen Spaß!



05/9  My Switzerland: Performance von Zhang Huan, New York

Kategorie: Presse    Von Redaktion um 19:29
Im Rahmen der Ausstellung Mahjong, Chinesische Gegenwartskunst aus der Sammlung Sigg, findet oam Dienstag, 6. September um 19h ein Höhepunkt der Performancekunst statt. Der international bekannte Performer Zhang Huan aus New York wird dem Publikum „My Switzerland“, eine Schweiz der Kühe und nicht der Banken vermitteln. Mit im Spiel ist eine Kuh – die Performance findet hinter dem Kunstmuseum, auf dem Gelände der zukünftigen Gegenwartsabteilung, statt.

Mit seinem Zugang zur Performance-Kunst tritt Zhang Huan gewollt in den Hintergrund, um den Fokus auf die Kunst und nicht auf seine Person zu lenken. Er hat schon verschiedentlich mit Tieren gearbeitet – das Projekt mit einer Kuh ist ein lang gehegter Traum, der mit seiner Einladung in die Schweiz nun endlich in Erfüllung gehen kann. Er betrachtet die Kuh als mythisches Tier, das vollständig im Kreislauf der Natur aufgeht und dadurch den Menschen übertrifft. Durch alltägliche Verrichtungen, meint der Künstler, kann man am ehesten erkennen, was Mensch-Sein heist, in welcher Beziehung wir zur Welt stehen. Seine Performances versuchen diese Alltäglichkeit nachzuahmen und rituell fortzusetzen.

My Switzerland gehört in eine Reihe von Performances, die mit "My America" (1999) begonnen hat und mit “My Australia” (2000), “My Japan” (2001) und “My New York” (2002) fortgesetzt wurde.


Internationaler Kunststar

In “12 Square Meters”, einer der ersten Performances von Zhang Huan, die internationale Anerkennung fand, sass er nackt, bedeckt mit Honig und Fliegen, in einer öffentlichen Toilette in Peking. Weder der Gestank noch der Fliegenterror brachten ihn aus der Ruhe. Zehn Jahre nach seinem durchschlagenden Erfolg lebt Zhang Huan in New York als Kunst-Star mit Aufträgen für Performances von PS1, The Whitney Museum, The Contemporary Art Museum of Cincinnati und The National Gallery in Australien.

Mehr: http://www.zhanghuan.com/

Katalog:
Zhang Huan, 2003, Kunstverein in Hamburg,
Hatje Cantz (ISBN-3-7757-1220-8)